Rassismus in Deutschland ?

Rassismus in Deutschland !

Gibt es nicht als generelles Problem, es sind nur einige wenige und diese wenigen erliegen dem verblendeten Rassenwahn aus politischer Überzeugung.

So ähnlich habe ich das immer wieder gehört die letzten Jahre. Und es ein Stück weit gerne geglaubt.

 

Seit diesem Fernsehinterview des NDR aus Sachsen ist Umdenken gefordert, ich empfehle dies vor dem Weiterlesen anzusehen!

Es stellen sich Menschen aus Freital vor die Kamera und äußern Ihre Meinung zu Flüchtlingen.

Die interviewten Sachsen in Freital diskreditieren mit Ihren Aussagen und dem damit verbundenen Weltbild und sogar offenem Hass einen ganzen Landstrich.

Sächsisch ist ein Dialekt, der für mich nie sehr vertraut klang. Nun beginne ich, dieses Idiom abzulehnen.

Was geht in den Menschen vor, die sich selbst für Flüchtlingsheim-Gegner halten, aber in Wahrheit Rassisten erster Güte sind?

Sie interessieren sich offensichtlich nicht dafür, was in der Welt außerhalb Freitals vor sich geht.

Und wenn doch, dann haben sie nicht den Intellekt einzuordnen, was um sie herum passiert.

Es wird gerne behauptet, diese beschränkte Weltsicht liege an der Sozialisierung in der ehemaligen DDR – wenn man keine fremden Einflüsse kannte, dann kann man auch nicht mit Ihnen umgehen, so lautet der Tenor.

Doch in den 25 Jahren der Deutschen Einheit ist ausreichend Zeit und Gelegenheit gewesen, sich für die Welt um sich herum zu interessieren. Es war die Zeit und die Möglichkeit da, Informationen zu erhalten, sie abzuwägen und einzuordnen – viele haben dies auch getan.

Doch die protestierenden Leute aus Freital und anderswo sind zumindest einfach stehen geblieben, wenn sie sich nicht sogar zurück entwickelt haben.

Kindern kann man wegen mangelnder Reife keinen Vorwurf machen, auch sind sie meist friedlich und keine Choleriker mit ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexen.

Aber hier zimmern sich dem Lebensalter nach erwachsene Menschen ihre Sicht auf Fremde, ihre Sicht auf die Wirklichkeit, aus ihrem eigenen beschränkten Umfeld.

Sie bedienen das Klischee vom tumbem Sachsen während sie in die Kamera pöbeln. In dieser beschränkten Weltsicht ist alles unerträglich, was nicht aus dem klitzekleinen eigenen Vorgarten bekannt ist.

Was erforderlich wäre? Nachreifen nennen dies die Entwicklungspsychologen und Identitätsforscher. Nachreifen für die eigene Integration in Deutschland.

 

Manchmal könnte man fasst wünschen, diesen Hetzern aus Freital wäre das Privileg der Wende und der Freiheit durch die Wiedervereinigung nie zu Teil geworden.

 

Ich schäme mich zutiefst für die Ansichten dieser Mitbürger.

 

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